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Veröffentlicht am 20. Mai 2026

Selbständige

Im Kultursektor ist der Anteil an Selbständigerwerbenden etwa doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. 2025 waren rund 74'000 Kulturschaffende selbständig.

Die selbständige Erwerbstätigkeit, oft in Kombination mit befristeten Anstellungen und Mehrfachbeschäftigung, ist im Kultursektor als atypisches Beschäftigungsverhältnis deutlich stärker verbreitet als in der Gesamtwirtschaft. Diese Arbeitsformen sind häufig mit tieferen Einkommen und mangelhafter sozialer Absicherung verbunden.

Stossrichtung

Die soziale Sicherheit von Selbständigerwerbenden und generell von Personen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen im Kultursektor soll gezielt verbessert werden. Zudem sollen Selbständigerwerbende in Statistiken besser erfasst werden.

Auswertung

Bei den Kulturschaffenden waren im Jahr 2025 rund 27 Prozent selbständigerwerbend. Der Anteil war damit fast doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft (14.6%). Selbständigerwerbende arbeiten auf eigenes Risiko und sind für ihre Sozialversicherungen selbst verantwortlich, sie sind auch nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert. Rund die Hälfte der Selbständigerwerbenden in der Kultur arbeiten ohne eigene Firma und sind noch weniger gut erfasst, bspw. wenn es um das Erwerbseinkommen geht.

Der deutlich höhere Anteil an Selbständigerwerbenden im Kultursektor führt so zu einer prekäreren Arbeitssituation in der Kulturwirtschaft als in der Gesamtwirtschaft.

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