Kulturschaffende
Kulturschaffende sind ein dynamischer und wachsender Bestandteil der Schweizer Erwerbsbevölkerung. Im Jahr 2025 wurden 281'648 hauptberufliche Kulturschaffende registriert, was einem Anteil von 5.5 Prozent der gesamten Erwerbsbevölkerung der Schweiz entspricht.
Die Anzahl Kulturschaffender im engeren Sinn ist in den letzten rund zehn Jahren um über 25 Prozent angestiegen (von rund 73'000 im Jahr 2010 auf gut 94'000 im Jahr 2025). Diese vielseitige Gruppe von Kunst- und Kulturschaffenden ist das Fundament für die Kreation und Innovation in der Schweiz und trägt zur Gestaltung der Zukunft bei. Ihre Entwicklung und die strukturellen Rahmenbedingungen, unter denen sie arbeiten, sind zentrale Aspekte für die künstlerische Vitalität und die gesellschaftliche Relevanz des Kultursektors.
Stossrichtung
Die Kultur braucht engagierte Kunst- und Kulturschaffende, welche das Potenzial zur Kreation und Schöpfung nutzen und die Schweiz mitentwickeln. Eine genügend grosse Anzahl Kulturschaffende ist die Basis für dieses Potenzial, relevant sind aber auch die Rahmenbedingungen, welche in den weiteren Indikatoren abgebildet sind.
Auswertung
In der Schweiz gab es in den letzten Jahren im Durchschnitt etwa 300'000 Erwerbstätige, welche als professionelle Kulturschaffende arbeiten. Dies bezieht sich auf den Hauptberuf und beinhaltet auch Selbständigerwerbende. Mit der Covid-19-Pandemie gab es kurzzeitig einen Einbruch, im Jahr 2025 sind wieder 281'648 Kulturschaffende in den verschiedenen Kulturbereichen hauptberuflich tätig. Der Anteil der hauptberuflich erwerbstätigen Kulturschaffenden an der gesamten Erwerbsbevölkerung ist im Jahr 2025 bei etwa 5.5 Prozent, nachdem es vorher jeweils etwa 6.3 Prozent waren.
Hinzu kommen 44'413 Kulturschaffende, welche im Zweitberuf in der Kultur engagiert sind. Mehr als die Hälfte dieser Kulturschaffenden im Zweitberuf haben bereits einen Hauptberuf, der ebenfalls die Kultur berührt, sodass sich diese zwei Gruppen überschneiden.
Es gibt grob drei Kategorien von Kulturschaffenden, die etwa gleich gross sind:
- Kulturschaffende mit kulturellen Berufen, welche in der Kulturbranche selbst tätigt sind, wie eine Musikerin in einem Orchester oder ein Bibliothekar.
- Kulturschaffende mit kulturellen Berufen, welche ausserhalb der Kulturbranche tätig sind, wie ein Fotograf in einem Chemieunternehmen oder eine Lehrperson für bildnerisches Gestalten an einer Schule.
- Kulturschaffende, welche im Kultursektor arbeiten, aber einen nicht-kulturellen Beruf ausüben, wie eine Buchhalterin in einem Theater oder ein HR-Fachmann in einem Museum.
Am meisten Kulturschaffende gibt es im Bereich der Architektur: rund 55'600 Kulturschaffende im Jahr 2025. Es folgen Buch und Presse (ca. 35'200 Kulturschaffende) und die Bildenden Künste (ca. 25'000 Kulturschaffende), wie die Grafik weiter unten aufzeigt.
Den höchsten Frauenanteil gibt es im Bereich der Archive und Bibliotheken (ca. 80 Prozent), den tiefsten in der Architektur (ca. 37 Prozent).