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Veröffentlicht am 20. Mai 2026

Erwerbseinkommen

Das Erwerbseinkommen steht für die wirtschaftliche Situation im Kultur- und Kreativsektor und die Attraktivität kultureller Berufe. Eine faire und verlässliche Entlöhnung bildet die essenzielle Grundvoraussetzung, um nachhaltige künstlerische und kreative Laufbahnen zu ermöglichen und die soziale Sicherheit der Kulturschaffenden zu gewährleisten.

Stossrichtung

Die Kulturpolitik setzt sich für eine gezielte Verbesserung der Einkommenssituation ein, insbesondere durch die konsequente Sicherstellung einer angemessenen Entschädigung professioneller Kulturschaffender.

Auswertung

Im Jahr 2025 erzielten Arbeitnehmende im Kultur- und Kreativsektor in der Schweiz laut BFS ein jährliches Bruttomedianeinkommen von 70'100 Franken, womit sie unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft von 75'100 Franken lagen. Berücksichtigt werden hier Arbeitnehmende, welche im Kultursektor einem kulturellen Beruf (bspw. eine Musikerin in einem Orchester, "Kulturschaffende I"), oder einem nicht-kulturellen Beruf (bspw. ein Buchhalter in einem Theater, "Kulturschaffende III") nachgehen (siehe Definitionen). Zudem werden lediglich Arbeitnehmende berücksichtigt, welche hauptberuflich, d.h. mehr als 50% ihrer Arbeitszeit, im Kultur- und Kreativsektor arbeiten.

Das Einkommen in der Kultur zu messen ist aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung. Die hier präsentierten Daten basieren auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE), welche das Einkommen anhand der Angaben der Befragten misst und auf ein Erwerbseinkommen pro Jahr aufrechnet. Es handelt sich somit um ein geschätztes Einkommen und nicht um das tatsächlich erzielte Einkommen. Dieses Vorgehen kann beispielsweise zu Verzerrungen bei Teilzeitschaffenden führen, wobei der Anteil an Teilzeitarbeitenden in der Kultur deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft ist.

Selbständige, die in ihrer eigenen Firma – unabhängig der Grösse – beschäftigt sind und einen Lohn erhalten, sind in der SAKE ebenfalls abgedeckt. Nicht in diesen Zahlen integriert ist aber das Einkommen der Selbständigen, die nicht in ihrer Firma angestellt sind und deshalb keinen Lohn von ihrer Firma beziehen, oder keine Firma haben. Zudem beruhen die Daten auf der Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft gemäss BFS, das sich an den internationalen Standards orientiert. Zur Kultur- und Kreatiwwirtschaft werden auch Branchen wie die Architektur (u.a. Landschaftsarchitektinnen und Raumplaner), Werbung oder Medien (u.a. Fernsehtechniker und Moderatorinnen) gerechnet – eine genaue Liste der berücksichtigten Berufe und Branchen ist bei den statistischen Quellen aufgeführt.

Ergänzenden Zahlen liefert eine Studie von Ecoplan aus dem Jahr 2021, welche zum Schluss kommt, dass 59% der Kulturschaffenden ein Jahreseinkommen von unter 40'000 Franken erzielten.

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