Ausbildung
Eine fundierte Ausbildung bildet das Fundament für ein qualitativ hochstehendes, professionelles Kulturschaffen in der Schweiz. Im Jahr 2025 gab es 2'287 Bachelor- und Masterabschlüsse in den Fachbereichen Musik, Theater und andere Künste.
Stossrichtung
Die Kulturpolitik setzt sich dafür ein, die hohe Qualität der kulturspezifischen Ausbildungen zu sichern und die Studienangebote gut auf die Nachfrage des Arbeitsmarktes abzustimmen, um den erfolgreichen Berufseinstieg zu erleichtern.
Auswertung
Die Zahl der Studierenden in kunstorientierten Fachbereichen an Fachhochschulen ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen: von rund 1'000 FH-Diplomen im Jahr 2006 im Fachbereich Musik, Theater und andere Künste auf mehr als 2'200 Bachelor- und Master-Abschlüsse im Jahr 2025. Auch in anderen Fachbereichen, welche sich weniger gut für die Kulturwirtschaft abgrenzen lassen, zeigt sich ein Trend zu mehr Abschlüssen, so beispielsweise im Design und der Architektur. Allgemein nehmen die Fachhochschul-Abschlüsse in der Schweiz zu.
Trotz dieses hohen Ausbildungsniveaus gestaltet sich der Eintritt in den Arbeitsmarkt für viele Absolventinnen und Absolventen anspruchsvoll. Während Personen mit Abschlüssen in der Architektur zwölf Monate nach Studienende eine sehr hohe Berufseintrittsquote von rund 80 Prozent aufweisen, bekunden Absolventinnen und Absolventen aus künstlerischen Disziplinen (wie Musik, Theater und andere Künste oder Design) mehr Mühe, rasch eine adäquate, qualifizierte Stelle zu finden.
Kulturschaffende weisen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft allgemein ein deutlich überdurchschnittliches Bildungsniveau auf. Im Jahr 2024 verfügten 58.8 Prozent der Kulturschaffenden über einen Tertiärabschluss, während dieser Anteil in der Gesamtwirtschaft bei lediglich 43.8 Prozent lag. In der Berufsgruppe der Künstlerinnen und Schriftsteller lag dieser Wert mit knapp drei Vierteln (73.8 Prozent) sogar noch deutlich höher.